...über weltweiten Unmut
Bankenviertel in Frankfurt/Main- Machtzentrum der Republik?
Zunächst ist festzustellen, daß es im Jahr 2011 eine fast weltweite Bewegung gibt, die im Rückblick auf die letzten zwei Jahrzehnte unglaubliches tut: Sie stellt die Systemfrage. Diese wurde vor über 20 Jahren, mit dem Fall der Berliner Mauer eigentlich- so schien es- für immer begraben. Ein halbes Menschenleben lang währte der Wettstreit zwischen Ost und West, West gewann durch K.o.- das Ende der Geschichte wurde ausgerufen. Aber Geschichte wird jeden Tag neu gemacht, endete weder 1989 noch heute. Geschichte wird gestaltet, mal durch einzelne Personen, Regierungen, Systeme und eben auch von denen, die das Ganze mittragen: den Menschen.
Diese bilden eine kritische Masse, die ab einer gewissen Größe einzelne Personen, Regierungen und Systeme hinwegfegen kann. Dies geschieht fast unweigerlich, wenn die Versprechungen der Machthabenden- Macht wird fast immer mit Versprechungen erlangt- nicht gehalten werden. So geschehen 1789, 1917, 1989 und wahrscheinlich auch schon in der Steinzeit- irgendwann wird der Gegensatz zwischen Versprechen und Realität eben unerträglich. Wer Walter Ulbrichts Spruch aus den 1950"er Jahren vom "Überholen ohne Einzuholen" mit den Bildern vom Herbst 1989 abgleicht, begreift wie solches läuft.
Das Versprechen unserer Zeit, zumindest in der westlich geprägten Welt, lautet seit 200 Jahren: Alle Menschen sind gleich. In einem System, welches die Chancen des Einzelnen zunehmend über den Besitz von Eigentum realisiert, ein nicht leicht einzulösendes Versprechen. Kommt dann noch ein Finanzsystem hinzu, welches denen die haben gibt und denen die den Versprechen hinterherlaufen nimmt, finden dies erst einige unerträglich, bei zunehmender Ignoranz der Machthabenden dann manchmal auch immer mehr. Die o.g. kritische Masse entsteht eher selten, ihre Anfänge sehen aber oftmals so aus:
zeitweise.net...